Wasser im Keller – was tun?
Wasser im Keller – was tun?
Während es früher nur selten Starkregenfälle und Überschwemmungen gab, treten solche Wetterereignisse mit dem Klimawandel heutzutage immer häufiger auf. Dementsprechend werden auch Hochwasserschutzmaßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt. Dass der eigene Keller unter Wasser steht, ist ein Szenario, das deutschlandweit jedes Jahr erneut an der Tagesordnung steht. Doch wie genau gelangt es ins Untergeschoss und ist dann zu tun? Hier erfahren Sie mehr.
Ursachen für Wasser im Keller
Wenn Wasser in den Keller eindringt, hat das meist mehrere mögliche Ursachen. Grundsätzlich können Sie sich ein Untergeschoss wie eine geschlossene Wanne vorstellen: Solange die Außenhülle dicht ist und äußere Belastungen moderat bleiben, bleibt alles trocken. Treffen jedoch Schwachstellen in der Bausubstanz auf starke äußere Einflüsse, sucht sich Wasser seinen Weg ins Innere – meist in den tiefsten Bereich des Gebäudes. Ein Wasserschaden ist dann das Resultat.
Naturereignisse und witterungsbedingte Einflüsse
Extreme Wetterlagen gehören zu den häufigsten Auslösern für einen vollgelaufenen Keller und entsprechenden Wasserschaden. Bei Starkregen kann die Kanalisation die großen Wassermengen oft nicht mehr aufnehmen. Fehlt eine funktionierende Rückstausicherung, wird das Wasser aus dem Abwassersystem zurück ins Gebäude gedrückt und tritt über Bodenabläufe oder Toiletten ein. Auch ein stark ansteigender Grundwasserspiegel spielt eine entscheidende Rolle. Nach längeren Regenphasen oder intensiven Niederschlägen erhöht sich der hydrostatische Druck auf die Bodenplatte von Immobilien und die Kellerwände erheblich. Bei fehlenden oder gealterten Außenabdichtungen dringt das Wasser dann bevorzugt durch Fugen, Risse oder andere bauliche Schwachstellen ein. In besonders gefährdeten Regionen kann zusätzlich Hochwasser den Keller innerhalb kurzer Zeit vollständig fluten, durch über die Ufer tretende Flüsse oder Bäche.
Bauliche und technische Mängel am Gebäude
Neben äußeren Einflüssen sind bauliche Defizite eine häufige Ursache für Feuchtigkeit und Wassereintritt im Keller. Eine unzureichende oder beschädigte Kellerabdichtung ermöglicht es Wasser, dauerhaft oder punktuell einzudringen. Besonders anfällig sind die Übergänge zwischen Bodenplatte und Kellerwänden sowie ältere Bauwerke mit unzureichendem Abdichtungskonzept. Auch die Alterung von Baumaterialien spielt eine Rolle: Selbst Beton kann bei Rissbildung oder mangelhafter Verarbeitung seine wasserabweisenden Eigenschaften verlieren. Zusätzlich können defekte oder verstopfte Entwässerungssysteme wie Regenrinnen, Fallrohre oder Drainagen dazu führen, dass Niederschlagswasser nicht mehr vom Gebäude weggeleitet wird und sich direkt am Keller sammelt.
Installationsschäden und menschliche Ursachen
Nicht immer ist das Wasser von außen die Ursache. Auch Schäden an der Haustechnik können den Keller ungewollt unter Wasser setzen. Rohrbrüche oder undichte Wasser- und Abwasserleitungen führen häufig zu plötzlich auftretenden, großen Wassermengen. Ebenso können defekte Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Heizungsanlagen oder Warmwasserspeicher auslaufen. In manchen Fällen sind es auch alltägliche Unachtsamkeiten, etwa ein überlaufendes Waschbecken oder ein vergessener Wasserhahn, die zu einer Kellerüberflutung führen.
Wasser im Keller – was Sie jetzt Schritt für Schritt tun sollten
Wenn Wasser in den Keller eindringt, ist schnelles, aber überlegtes Handeln entscheidend. Ziel ist es, Ihre eigene Sicherheit zu gewährleisten, den Schaden möglichst gering zu halten und spätere Folgeschäden an der Bausubstanz zu vermeiden.
Sicherheit geht immer vor
Bevor Sie den Keller betreten oder mit Aufräumarbeiten beginnen, müssen mögliche Gefahrenquellen ausgeschlossen werden. Schalten Sie zunächst den Strom im betroffenen Bereich ab, um das Risiko eines Stromschlags zu vermeiden. Bei einem vermuteten Rohrbruch drehen Sie zusätzlich den Haupthahn der Wasserversorgung zu. Betreten Sie den Keller nur mit geeigneter Schutzkleidung wie Gummistiefeln und Handschuhen. Steigt das Wasser sehr schnell an, sollten Sie den Keller keinesfalls betreten, um Gegenstände zu retten. In solchen Situationen hat Ihre Gesundheit oberste Priorität. Bei größeren Wassermengen, bei auslaufendem Heizöl oder wenn Sie unsicher sind, verständigen Sie umgehend die Feuerwehr oder einen spezialisierten Fachbetrieb. Insbesondere Heizöl darf nicht in die Kanalisation gelangen und muss fachgerecht aufgenommen werden.
Wassereintritt begrenzen und Hausrat sichern
Sobald die unmittelbare Gefahr gebannt ist, sollten Sie versuchen, den weiteren Wassereintritt zu stoppen und Schäden zu minimieren. Von außen eindringendes Wasser lässt sich kurzfristig mit Sandsäcken, wasserfesten Platten oder provisorischen Abdichtungen vor Fenstern und Türen bremsen. Gleichzeitig bringen Sie Möbel, Elektrogeräte und persönliche Gegenstände möglichst in höher gelegene Etagen. Technische Geräte, die noch nicht im Wasser stehen, sollten Sie erhöht lagern, um sie vor weiterer Durchfeuchtung zu schützen.
Schäden dokumentieren und Versicherung informieren
Bevor Sie mit dem Entfernen des Wassers oder dem Aufräumen beginnen, ist eine sorgfältige Dokumentation unerlässlich. Fotografieren und filmen Sie alle betroffenen Bereiche sowie beschädigte Gegenstände aus verschiedenen Perspektiven. Erstellen Sie zusätzlich eine Liste der Schäden, um nichts zu vergessen. Informieren Sie Ihre Versicherung so früh wie möglich über den Vorfall. Wichtig ist, beschädigte Gegenstände erst nach Rücksprache mit dem Versicherer oder einem Gutachter zu entsorgen, da diese als Nachweis dienen können.
Wasser fachgerecht entfernen
Wie Sie das Wasser aus dem Keller entfernen, hängt von der Menge ab. Bei kleineren Wassermengen können Eimer, Schwämme oder ein Nass-Trockensauger ausreichen. Steht der Keller jedoch unter Wasser, kommen leistungsstarke Tauchpumpen beziehungsweise Schmutzwasserpumpen zum Einsatz. Diese werden häufig von der Feuerwehr oder spezialisierten Dienstleistern verwendet, um größere Wassermassen schnell abzupumpen.
Trocknung des Kellers und nachhaltige Nachbehandlung
Nach dem Abpumpen ist der Schaden noch nicht behoben. Nun muss die im Mauerwerk verbliebene Feuchtigkeit gründlich entfernt werden, um Schimmelbildung, Geruchsprobleme oder langfristige Bauschäden zu vermeiden. Lüften Sie den Keller intensiv und sorgen Sie für ausreichenden Luftaustausch. Unterstützend können Heizlüfter und Luftentfeuchter eingesetzt werden. Ein Hygrometer hilft Ihnen dabei, die Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren. Als Richtwert gilt eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 60 Prozent.
Beschädigte Bodenbeläge, Wandverkleidungen oder Dämmmaterialien müssen in vielen Fällen entfernt und erneuert werden. Bei größeren Schäden an der Bausubstanz oder am Fundament sollten Sie unbedingt einen Fachbetrieb hinzuziehen, um die Standsicherheit des Gebäudes prüfen zu lassen.
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